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Vergangene ImmunoLectures

Programm am 18. März 2025

  • 16:30 -17:15 Uhr
     “SOCIAL IMMUNITY: the colony-wide immune system of insect colonies”

    Sylvia Cremer
    Institute of Science and Technology Austria, Klosterneuburg
  • 17:15 – 18:00 Uhr
    “High Throughput Genome Engineering to Decode T cell Functions”

    Ralf Schmidt
    Medical University of Vienna, Department of Laboratory Medicine, KILM
  • 18:00 - 18:30 Uhr
    Get-together

Sylvia Cremer, Institute of Science and Technology Austria (ISTA)

SOCIAL IMMUNITY: the colony-wide immune system of insect colonies

Sylvia Cremer studierte Biologie an der Universität Erlangen und wurde 2002 an der Universität Regensburg zum Dr. rer. nat. promoviert. Nach einem Postdoc an der Universität Kopenhagen und einem Junior Fellowship am Wissenschaftskolleg zu Berlin (WIKO) habilitierte sie sich 2010 an der Universität Regensburg. Seitdem arbeitet sie am ISTA (Institute of Science and Technology Austria) in Klosterneuburg, zunächst als Assistenzprofessorin, seit 2015 als ordentliche Professorin.
 
Ihre Forschung wurde überwiegend durch den ERC finanziert, sowohl durch einen Starting als auch einen Consolidator Grant. Für ihre Forschung wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Walther-Arndt-Preis der Deutschen Zoologischen Gesellschaft DZG (2013) und dem Elisabeth-Lutz-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ÖAW (2015).

www.socialimmunity.ista.ac.at


Forschung
Sylvia Cremers Forschung konzentriert sich auf die kooperative Krankheitsabwehr sozialer Insektenkolonien, insbesondere von Ameisen. Zusätzlich zu den individuellen Immunsystemen aller Koloniemitglieder bieten diese kollektiven und kooperativen Aktionen der Kolonie einen Krankheitsschutz, die sogenannte soziale Immunität. Die Krankheitsabwehr sozialer Insekten auf Kolonieebene ist erstaunlich ähnlich organisiert wie das Immunsystem einzelner Organismen. Das liegt daran, dass Insektenkolonien Superorganismen bilden, in denen sich die einzelnen Insekten - ähnlich wie Zellen in einem Körper - entweder auf die Fortpflanzung (die Königin bzw. die Keimbahn) oder auf die Erhaltung (die sterilen Arbeiterinnen bzw. das Soma) spezialisiert haben. Die Fitness eines jeden Individuums ist daher eng mit der Gesamtfitness der Kolonie verbunden, was die bedingungslose Zusammenarbeit zwischen den Koloniemitgliedern fördert. Dies führte zur Entwicklung hochentwickelter Abwehrmechanismen gegen Krankheiten in der Kolonie, einschließlich des hygienischen Selbstmords durch soziale Apoptose und der altruistischen „Finde mich und iss mich“-Signalisierung infizierter Individuen.

Ralf Schmidt, Labormedizin, MedUni Wien

High Throughput Genome Engineering to Decode T Cell Functions

Ralf Schmidts Labor konzentriert sich auf die Entwicklung und Anwendung von Genom-Engineering-Ansätzen zum besseren Verständnis der T-Zell-Biologie und zur Entwicklung neuer Therapeutika. Während seines Postdocs im Marson-Labor an der UCSF und den Gladstone Instituten trug er dazu bei, groß angelegte CRISPR-Screening-Plattformen in primären menschlichen T-Zellen zu etablieren. Derzeit arbeitet seine Gruppe an der MedUni Wien an der Weiterentwicklung genetischer Werkzeuge zur Untersuchung grundlegender T-Zell-Funktionen und zur potenziellen Verbesserung von Zelltherapien. Das Schmidt-Labor ist besonders daran interessiert, den genetischen Code zu entschlüsseln, der die Reaktionen von T-Zellen steuert, und regulatorische Schaltkreise neu zu verdrahten, um ihr therapeutisches Potenzial bei Krebs, Autoimmunität und darüber hinaus zu verbessern.

www.labormedizin.meduniwien.ac.at